MTAS – „Kein Hipster, kein Label!“ – (Aber eine neue Kollektion)

MTAS

Anläßlich des Releases der frischen Kollektion von MTAS hab ich mich mit Eric, dem Gründer des Ganzen, unterhalten und nachgefragt, wie alles begann, was sein Erfolgsrezept ist und – ganz exklusiv – sogar ein Geheimnis entlockt, was seine Zukunftspläne angeht.

Irgendwie hat Eric, der 16jährige (damn, yes!) Gründer von MTAS (sprich: EhmTeAhEs, kurz für More Than A Shirt) alles richtig gemacht, damals vor einem Jahr, als er sich nach langer und erfolgloser Suche nach dem perfekten Shirt dachte:

Ey, Oma hat ’ne Nähmaschine, ich hab weiße T-Shirts und in meiner Hometown gibt’s ’nen kleinen Stoffladen

Gedacht, getan – einige Tage später saß Eric an der großmütterlichen Nähmaschine und nähte sich sein erstes Shirt. Die nächsten Schritte sind schnell erzählt: Eric präsentierte das Shirt stolz (zu Recht!) im eigenen Blog. Das positive Feedback der Leser brachte ihn dazu, ein paar weitere Shirts zu fertigen, die dann auch direkt ausverkauft waren. An dieser Stelle hätte auch Schluß sein können, denn eigentlich hatte er gar nicht die Absicht, damit Geld zu verdienen oder ein eigenes Label zu gründen. Das Interesse riss jedoch nicht ab und Eric beschloss, einfach mal weiter zu machen. Das Geheimrezept (neben DIY-Designs, die perfekt ins popkulturelle – Star Wars, Wu Tang-Clan – Fahrwasser passen): Eric kreiiert, was er selber braucht oder haben will, das Ergebnis kommt dann in den MTAS-Shop:

Zum Beispiel brauchte ich letztens einen neuen Jutebeutel, weil meiner gerissen ist und so hab ich mir einfach mal fix was „designt“, davon 100 Beutel drucken lassen, mir einen genommen und die anderen 99 kommen jetzt in den Shop.

Das zweite Geheimrezept: Künstler wie Weekend, MC Fitti oder Vokalmatador sind von MTAS-Shirts ziemlich begeistert und tragen die Teile dann auch mal öffentlich, ebenso die Berliner Bonnie Strange, die MTAS direkt in ihren Shop aufgenommen hat. Da bleibt es meist nicht aus, dass Vorwürfe und neidische Stimmen aufkommen und MTAS einen Stempel aufdrücken wollen:

Was mir ja noch auf dem Herzen liegt, ist das ganze Hipster-Ding. Ich könnte kotzen, wenn jemand MTAS als „Hipsterlabel“ abstempelt – ich bin weder Hipster noch hab ich ein Label.

Die jetzt veröffentlichte Kollektion ist eine Mischung aus neuen Shirts mit Brusttaschen und einigen älteren Designs – halb von Eric in nächtelanger Arbeit genäht, halb von der Druckerei seines Vertrauens bedruckt. Dass es mit MTAS weiter spannend bleibt, zeigen Erics Pläne für die nahe Zukunft:

Die nächste Kollektion wird richtig super. Weil ich zum ersten mal dafür gezeichnet habe, ich aber wie ein Erstklässler zeichne und die Shirts trotzdem richtig super aussehen. Und weil da ein supertolles Collaboshirt kommt mit dem keiner gerechnet hätte.

Und noch ein Geständnis hat er für uns:

Ich wollte nie ein Label haben oder Designer werden. Aber ich verkünde es jetzt mal exklusiv über euch: Ich geh ab dem nächstem Jahr auf eine Modeschule!

Wort drauf! Und jetzt fix die neuen Teile im MTAS-Shop ausloten, die werden bestimmt weggehen wie warme Semmeln.

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(c) Photos: David Lemanski for MTAS

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Wirklich schöne Kollektion und noch schönere Models. Ich finde Frauen sehen ja mit Hipster Shirts etc. echt süß aus, aber bei Jungs muss das meiner Meinung nach nicht sein. Naja.